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Leopold Godowsky
Leopold Godowskys Transkriptionen mexikanischer Lieder op. 25
gehören zu den großen virtuosen Werken der europäischen Kunstmusik der
Spätromantik, wenngleich sie auch kaum bekannt sind. Sie entstanden
als der Komponist 1920 für eine Konzerttournee einige Monate in Süd-
und Mittelamerika, und auch in Mexiko, weilte.
Die Stücke, 6 an der Zahl, sind freie Bearbeitungen mexikanischer
Folklore für das Klavier. Dabei sind die originalen Lieder nicht in
Melodie und Harmonik 1 zu 1 übertragen, wie es die Bezeichnung
"Transkription" vermuten lassen würde, sondern erfahren eine
Behandlung im Stile der romantischen europäischen Musik. Vor allen
Dingen polyphone und polyrhythmische Strukturen verwendet Godowsky,
der die Möglichkeit des Klaviers, Mehrstimmigkeit zu realisieren,
schätzte, gerne. Und selbstverständlich ist der Klaviersatz auch
pianistisch gestaltet. Neben rasanten Oktavpassagen und blitzschnellen
Läufen sind es vor allen Dingen die weitgriffigen Akkordpassagen, die
den Satz zwar wohlklingend, aber auch außerordentlich schwer spielbar
machen. Mit Ausnahme der Nr. 3 vielleicht zählen die Stücke zu den
schwierigsten für das Klavier, die, wenn man einige
Metronombezeichnungen ernst nimmt, teilweise über das menschenmöliche
hinausgehen, also so schlicht unaufführbar sind. Hierdrin mag der
Grund zu suchen sein, warum sie so unbekannt sind.
Biographisches über Leopold Godowsky
Leopold Godowsky wurde am 13.2.1870 in Soshly
bei Wilnageboren. Er erhielt Unterricht auf dem Klavier und der
Violine. Bereits mit 9 Jahren trat er öffentlich auf. Ein
Kompositionstudium bei Ernst Rudorff in Berlin folgte, das allerdings
nur 3 Monate dauerte. 1900 fand in Berlin sein erstes Konzert statt,
das seinen Durchbruch als ????????meVirtuose bedeutete. Bis 1909 lebte
er in Berlin und ging danach nach Wien. Mit Beginn des 1. Weltkrieges
zog er in die USA. Mehr Informationen über
Leopold Godowsky. |