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Mexiko Politik
Die heute
in Mexiko herrschende Staatsform ist eine Präsidiale Bundesrepublik.
1821 erklärte Mexiko gegenüber Spanien seine Unabhängigkeit, 1823
wurde die Republik ausgerufen.
Eine
Präsidiale Bundesrepublik basiert auf einer föderalistischen
Staatsform mit einem Zweikammersystem. Im Mexiko handelt es sich dabei
um das Abgeordnetenhaus, die Cámara de diputados, die 500 Mitglieder
umfasst und die alle drei Jahre neu gewählt werden, wobei 300
Mitglieder direkt gewählt werden, 200 Mitglieder hingegen durch das so
genannte Verhältniswahlrecht. Daneben gibt es noch den Senat, die de
la Repúblic, der 128 Mitglieder hat. 96 dieser Mitglieder werden dabei
direkt gewählt, 32 auch durch das Verhältniswahlrecht.
Die heute
noch gültige Verfassung wurde im Jahr 1917 verabschiedet und im Jahr
2002 zuletzt modifiziert. Verankert ist in der Verfassung auch die
strikte Trennung von Kirche und Staat, wonach Angehörige von
religiöser Berufe keine öffentlichen Ämter begleiten dürfen.
In Mexiko liegt die Exekutivgewalt direkt beim gewählten Presidente de
los Estados Unidos Mexicanos, dem Staatspräsidenten, der für sechs
Jahre gewählt wird. Es besteht dabei keine Möglichkeit einer
Wiederwahl. Die 30 einzelnen Bundesstaaten von Mexiko werden durch
regional direkt gewählte Gouverneure und den Einzelstaatsparlamenten
regiert. Die Regierung untersteht direkt dem Staatspräsidenten und er
ernennt und entlässt auch die Minister.
Hat man in Mexiko das 18. Lebensjahr erreicht, so darf man auch zur
Wahlurne gehen. Sie erlangen mit 18 sowohl das passive, als auch das
aktive Wahlrecht. Die Inhaber von öffentlichen Ämtern müssen, wenn sie
sich zur Wahl für ein erneutes öffentliches Amt stellen wollen,
spätestens sechs Monate vor der Wahl ihr bisheriges Amt aufgeben. Eine
Wiederwahl in das gleiche Amt ist grundsätzlich nicht möglich. In
Mexiko greift somit das Prinzip der "No-Reelección", eine
Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Erfahrungen aus der Diktaturzeit von
Porfirio Díaz von 1876 bis 1880 und von 1884 bis 1911.
Derzeitiger Staatpräsident von
Mexiko ist Felipe Calderon Hinojosa.
Seine Wahl und die Wahl seiner Vorgänger wurde durch eine
parteienübergreifende Organisation, die Instituto Federal Electoral (IFE),
organisiert. Vor 1990 fiel die Präsidentenwahl jedoch in die
Zuständigkeit der langjährigen Regierungspartei PRI, wobei die
Parteienlandschaft in Mexiko aus insgesamt acht Parteien besteht. Von
ihnen gelten drei Parteien als „politische Schwergewichte“, als da
wären die PRD, die Partei der demokratischen Revolution, die PAN, die
Partido Accion Nacional und letztlich die PRI, die Partei der
institutionellen Revolution.
Obwohl
nach außen hin wirtschaftlich gesehen in den letzten Jahren
erfolgreich und im Bezug auf den Warenexport unter den ersten 15 der
Welt und man sich seitens der Regierung stark für den Tourismus
einsetzt und diesen fördert, die allgemeine politische Situation in
Mexiko ist seit Jahrzehnten von schweren Menschenrechtsverletzungen
gekennzeichnet. Folter, Hinrichtungen, das rätselhafte Verschwinden
von Menschen und eine fehlende Rechtsgarantie, sowie die zunehmende
Verarmung weiter Teile der Bevölkerung sind die Schattenseiten der
Präsidialen Bundesrepublik Aufgrund dieser Situation haben sich in
Mexiko und auch zum Beispiel in Europa setzen sich viele
Menschenrechtsorganisationen dafür ein, dass die
Menschenrechtsverletzungen eingedämmt werden. Ein großes Problem, das
damit auch in Zusammenhang steht ist die weit verbreitete Korruption.
Die
Todesstrafe ist in Mexiko seit dem 9. Dezember 2005 offiziell
abgeschafft. Auch US-Straftäter, die nach Mexiko fliehen, können sich
dort sicher fühlen, denn Mexiko liefert Straftäter nicht in ein Land
aus, in dem diesem die Todesstrafe oder aber eine lebenslange Haft
drohen würde.
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