Mexiko
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Mexiko Wirtschaft

Mexiko kann man als junge Industrienation bezeichnen. Erst im Jahr 1994 wurde Mexiko nämlich in die OECD aufgenommen. Das Land gehört zu den industriell fortgeschrittensten Ländern Lateinamerikas und verfügt über Rohstoffvorkommen, insbesondere an Erdöl.

   

Wichtige Industriezweige in Mexiko sind daher auch die Petrochemie, die Chemieindustrie und die Textilindustrie, sowie die Kraftfahrzeug- und Kraftfahrzeugzulieferindustrie.
Seit dem 01. Januar 1994 besteht zwischen Mexiko und den USA und Kanada ein so genanntes Freihandelsabkommen.

Grob gesehen basiert die mexikanische Wirtschaft auf mehreren Säulen. Und zwar zum einen dem Rohstoffabbau, insbesondere der Ölverarbeitung und dem Ölexport, wobei es hier ein staatliches Monopol gibt, sowie der lohnniedrigen Endfertigung, der so genannten Maquiladora-Industrie, die insbesondere seit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens mit den USA und mit Kanada einen wahren Boom erfahren hat. Die Maquiladora-Industrie hat aber auch erhebliche soziale Schattenseiten für Mexiko zur Folge. Insbesondere Arbeit in der Maquiladora-Industrie fanden Frauen, wobei der Gewerkschaftsschutz und auch der Umweltschutz bei der Maquiladora-Industrie jedoch nach wie vor unterentwickelt sind.
Darüber hinaus ist auch der Tourismus ein bedeutender Wirtschaftszweig in Mexiko, ebenso wie die Landwirtschaft, wobei ca. 25 Prozent der mexikanischen Bevölkerung, die auf dem Land leben, nur etwa 10 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaften. Insbesondere in der Landwirtschaft spielt aber der
Kaffeeanbau eine zentrale Rolle.

Dadurch dass Mexiko in der Vergangenheit hohe Auslandsschulden hatte und eine aufgeblähte Bürokratie, bestimmten Ineffizienz und erhebliche wirtschaftliche Probleme das Bild, was sich insbesondere in einer hohen Inflations- und Arbeitslosigkeitsrate äußerte.
Darüber hinaus litt Mexiko unter Zahlungskrisen, Handelsdefiziten und auch der Kapitalflucht, die selbst ausländische Direktinvestitionen nicht kompensieren konnten.
Wirtschaftlich gesehen besteht aber auch heute noch in Mexiko zwischen den industriellen Zentren und den ländlichen Regionen ein starkes Gefälle und eine damit einhergehende soziale Unausgeglichenheit. Jedoch hat sich die mexikanische Wirtschaft in den Jahren nach der "Tequila-Krise" ab 1994 deutlich positiv entwickelt. 1996 bereits kehrte man wieder auf Wachstumskurs zurück, wobei weit über die Hälfte der Aus- und Einfuhren über die USA abgewickelt werden. Mit der EU wird zwar auch Handel betrieben, jedoch im kleineren Stil, nur 10 - 20 % entfallen etwa hierauf. Seit dem 01. Juli 2000 besteht auch mit der EU ein Freihandelsabkommen.

Es gibt einige deutsche Firmen die in Mexiko auch Work & Travel Praktikas anbieten bzw. ein freiwilliges Jahr dort anbieten. Für Studenten die nicht unbedingt ins Ausland wollen, gibt es auch die Möglichkeit mit einem Studentenjob für Non-Profit Organisationen etwas Arbeitserfahrung im Ausland zu sammeln.

Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes war und ist aber das nordamerikanische Freihandelsabkommen. Ihm verdankt Mexiko im Export einen Rang unter den ersten 15. Die Inflation in Mexiko sank darauf hin - nach dem Stand von November 2006 auf 4 Prozent und der frei floatende mexikanische Peso verhielt sich gegenüber dem US-Dollar stabil. Im Zuge der Erholung der Wirtschaft konnten auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden, so dass im November 2006 nur noch 3,5 Prozent der Mexikaner ohne Arbeit waren, bei einer Bevölkerungszahl Mexikos von 104 Millionen.

Diese niedrige Arbeitslosenzahl ist auch darauf zurückzuführen, dass von Seiten der Regierung eine radikale Privatisierungspolitik schon seit Jahren stetig fortgesetzt wird, wobei die Privatisierung der Eisenbahn, der Flughäfen und Seehäfen bereits weitgehend abgeschlossen ist. Anfang 1997 wurde auch der Telekommunikationsmarkt dem privaten Sektor geöffnet und auch im Energiesektor ist eine breitere Öffnung vorgesehen, wobei es insbesondere wegen diesem Sektor politisch unterschiedliche Meinungen innerhalb der Regierung gibt.
Die plastische Chirurgie ist auch in Mexiko ein starker Wirtschaftszweig geworden. Schönheitsoperationen wie Fettabsaugen und Brustvergrößerungen liegen auch hier im Trend der Zeit. Eine Betriebliche Altersvorsorge gibt es in Mexiko nicht. In Mexiko wird auch für das Baby viele Produkte hergestellt. Auch Portugal ist ein interessantes Reiseziel.

Webtipp: Sockelleisten